Sprengstoffgutachten

Hier die Zusammenfassung des Sprengstoffgutachtens, dass Werner Neymayer massiv entlastet:

3.3) Abschließende Bewertung des Sachverständigengutachtens von Dipl.-Ing. (FH) Eder; "Schieß- und sprengmitteltechnisches sowie ballistisches Gutachten", vom 4.4.2005, zu GZ 221 Ur 272/04d, Aktenseiten E079-236.

  • Das Gutachten EDER enthält umfangreiche Teile nicht tatrelevanter Literaturaussagen, die als reines "Füllmaterial" anzusehen ist (z.B. in Pkt. 5, Anhang 1).
  • Das Gutachten des SV EDER nutzt lediglich eine oberflächliche und in der Selektion einseitige Befundaufnahme für die Schlussfolgerungen, die aus dem ausgewählten und begrenzten Spurenmaterial aus technischer Sicht oft gar nicht zu ziehen sind (vgl. Pkt. 2.4 und 2.5 des vorliegenden Gutachtens und die Stellungnahmen unter Pkt. 2.6 des vorliegenden Gutachtens zu den Punkten 3.2.7, 3.2.9, 3.2.10, 4.2.1, 4.3, 4.4.3 und 4.4.4.2 im Gutachten EDER).
  • Zahlreiche Spuren wurden nicht untersucht bzw nicht verwertet. Anhand der im Gutachten EDER dokumentierten Spurenlagen ist entgegen der Darstellung im Gutachten EDER keine der möglich erscheinenden Hergangsvarianten zu favorisieren.
  • In einigen Bereichen wurde unzuständiger Weise Beweiswürdigung betrieben, insbesondere in den Punkten 4.6, 4.7 und 4.8.4 des Gutachten EDER.
  • Einige technische Ergebnisse (z.B. Druckentwicklung) sind falsch.
  • Es ist keine konkrete technische Umsetzung der Sprengfallenvariante angegeben, die durch die Spurenlage belegt ist.
  • Die Ergebnisse des Hauptversuchs (Sprengung von Auto mit Puppe) sind mit den tatrelevanten Spuren nicht in Einklang zu bringen.
Dipl.-Ing. Dr. Bernhard SCHNEIDER ,e.h.
 
Dipl.-Ing. Dr. Bernhard SCHNEIDER
Allgemein beeideter und gerichtlich
zertifizierter Sachverständiger für 
Explosivstoffe, Zündwaren und Munition
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